Und diese Geschichte geht so: Kurz vor der Veröffentlichung des Albums fuhr Frontmann Ricky Wilson eine längere Strecke mit der Tube in London und hörte dabei auf Repeat den neuen Song „I Think People Know How to Love Each Other“. Es war der erste Song, den die Kaiser Chiefs für das neue Album geschrieben hatten, und zugleich der letzte, der fertig wurde. Als er nun also in der U-Bahn saß und den fertigen Mix des Songs hörte, dachte er die ganze Zeit nur: „Scheiße, endlich: Wir haben’s geschafft! Wir sind wieder bei uns angekommen!“ So banal diese Erkenntnis klingen mag, so existenziell war sie für den Sänger – denn, wie er in der Rückschau zugibt, über die letzten Jahre hätten sie als Band ziemlich aus den Augen verloren, warum man all das macht. Nämlich: „Um einfach größtmöglichen Spaß an der Musik zu haben, und diesen Spaß auch auf unser Publikum zu übertragen. Ich gestehe, dass uns dieses Gefühl über die Jahre abhanden kam.“ So gesehen sei „I Think People Know How to Love Each Other“ eine direkte Reaktion, ja eine Antithese zu ihrem frühen Hit „Every Day I Love You Less and Less“ und dessen immanente destruktive Stimmung. „Es geht eben jetzt nicht mehr darum, Dinge zu werten und anderen zu erzählen, wie sie ihr Leben zu leben haben. Es geht nur darum zu sagen: So sind die Dinge. Das ist unsere Sicht. Macht daraus, was ihr wollt“, erklärt Bassist Simon Rix. Die vier Original-Mitglieder Wilson, Rix, Gitarrist Andrew „Whitey“ White und Keyboarder Nick „Peanut“ Baines sowie der seit 2013 zur Band gehörende Drummer Vijay Mistry haben sich die Sache nicht leicht gemacht.
Sicher: Seit Anbeginn der Kaiser Chiefs, die aus der bereits Ende der 90er gegründeten Garagerock-Band Parva hervor gingen, ist kommerzieller Erfolg ihr konstanter Wegbegleiter. Alle sieben Alben von ihnen kletterten in die Top 10 der UK-Charts, fünf davon sogar in die Top 3. Allein von ihrem Debütalbum „Employment“ verkaufte die Band in England mehr als zwei Millionen Einheiten, weltweit waren es über vier Millionen – was ihnen einen der wichtigsten Plätze in der so genannten „Class of 2004“ einbrachte. Ihre Tourneen sind stets ausverkauft, die Fans restlos begeistert von jeder neuen Platte, und mit Songs wie „Oh My God“, „I Predict a Riot“, „Ruby“ oder „Never Miss a Beat“ lieferten sie Indie- und Garagerock-Hymnen für das neue Jahrtausend, die so ziemlich jeder kennen dürfte, der handgemachte Gitarrenmusik schätzt. Nur, was hilft dies, wenn die Erfinder dieser brillanten Melodien und stets extrem mitreißenden Konzerte nicht mehr fühlen, was sie da singen?
Dies sei jetzt eben wieder der Fall, erklärt die Band, was letztlich zu einem Album führte, wie sie es schon lange gemacht haben wollten. Ein Album, das laut Rix „wie absolut nichts klingt, das wir bislang gemacht haben, aber gleichzeitig in jedem Ton die typische Kaiser Chiefs-DNA in sich trägt.“ Und dies hört man sofort, kaum dass „Duck“ auf dem Plattenteller liegt. Stärker denn je hat sich die nordenglische Band dabei von dem Drive und Schmiss des guten alten Northern Soul beeinflussen lassen, und auch die für sie so typischen hymnischen Melodien verfügen über einen anderen Vibe als auf den letzten Alben. Nämlich einen, der sehr viel positiver auf die Welt blickt, der puren Optimismus ausstrahlt und damit etwas schafft, was schon viele Musiker als die größte Herausforderung als Songwriter beschrieben: Etwas zu kreieren, das gleichzeitig sehr fröhlich, aber trotzdem gehaltvoll ist.
Presse: FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH / Foto: Edward Cooke
]]>Aus Kellern wurden Clubs, aus Clubs wurden Hallen – aber nach wie vor gilt: Wenn die Leoniden auf Tour gehen, dann steigen fünf beste Freunde zusammen in einen Bus, um den Alltag hinter sich zu lassen, eine gute Zeit zu haben und jeden Tag Vollgas zu geben. Einen Looping machen, nennen sie das.
Und weil Jakob Amr, Lennart und Felix Eicke, JP Neumann und Djamin Izadi noch immer nicht genug voneinander haben, kündigen sie jetzt ihre bisher größte Tour für 2020 an, während sie den schon jetzt nahezu komplett ausverkaufte dritten Teil ihrer „Kids Will Unite“-Tour 2019 noch vor sich haben. Nach der Tour ist vor der Tour. Leoniden-Style halt.
Presse: Landstreicher Booking GmbH / Foto: Robin Hinsch
]]>Um es überspitzt zu sagen: Ed Sheeran verdankt seinem Erfolg „White Ladder“ – und ist erklärtermaßen großer Fan der Platte. Nicht umsonst spielt er „This Year’s Love“ häufig live, und der Song gehört auch zu Adeles Lieblingsliedern. Das gilt es zu feiern: Im April kommt David Gray im Rahmen seiner „White Ladder: The 20th Anniversary“ – Tour für eine exklusive Show nach Köln.
Presse: FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH / Foto: Derrick Santini
]]>Set Me Free“ ist ein melancholischer und dennoch grooviger Track und kann als befreiendes Erlebnis betrachtet werden. Songwriterin und Gitarristin Tuva Lodmark erklärt: „To me, the song symbolizes the emotions following a recent break-up. I was pissed and bitter, and at the same time regretful and sad. There was also an energy in me that was about to explode. I couldn’t be still, couldn’t sit at home, I had to go out and constantly meet new people. Everything had to happen, and it needed to happen all at once. The danceable element of the song represents the stage in a separation where you’re rediscovering yourself. Or simply going out into the night and not getting home until dawn.“
Das dritte Album von Pale Honey wurde, wie auch ihre früheren Werke, von Anders Lagerfors produziert. Daltrey beschreibt die Reise bis zur Fertigstellung des Albums wie folgt: „It’s been tough as hell getting there, to be honest, but no matter what the road has been like, we have to bring it out into the light. We need to be able to write and play while having those doubts and horrible moments.“
Das Artwork für die neuen Singles enthält Illustrationen von Daltrey und soll verschiedene Formen von Pale Honey darstellen. Sie erzählt: „At the time, I actually just wanted to sit by myself and create something without showing it to anyone. But I feel like the illustrations found their way into the music. They are a tribute to everyone I look up to.“
Presse: Verstärker Medienmarketing GmbH / Foto: Jasmin Storch
]]>„On My Mind“ (via Copenhagen Records) ist vor allem eines, ein moderne Pop Song mit den passenden R´n´B Elementen und dieses alles eingepackt in seiner warmen Stimme und einer ohrenwurmtauglichen musikalischen Umsetzung.
Viel Liebe und Glück ist im Spiel, genau das richtige gegen das graue Wetter!
“We may have songs with darkness, but that doesn’t mean we can’t look to the light. ‘Violet’ is wildly optimistic and for the video we find ourselves in an abandoned building and this time we aren’t feeling sorry for ourselves.”
Für alle, die Sea Girls auf diesem Festivalsommer noch nicht live erleben konnten (und natürlich auch für diejenigen, die sie gerade deswegen unbedingt noch einmal sehen möchten!) gibt es gute Nachrichten: Ende Januar wird die Band erstmals auf Europa-Tour gehen und dabei auch für vier Termine in Deutschland Halt machen. In folgenden Städten könnt ihr Sea Girls live erleben:
Presse & Photocredit: Universal Music
]]>An die Originalproduktion des Songs erinnert sich Tom Smith wie folgt: “I remember looking out the back of a van on tour somewhere in England, and saw a group of smokers outside a hospital. I wrote down the observation my notebook. Then later, coming to write songs, there were a few things going on in my life, people around me getting poorly – older people – for the first time. So a lot of the songs were fixated on mortality. And to have that title on this big, grand indie-rock song and have that land in the Top Ten, was interesting.”
Anfang kommenden Jahres wird die Band auf große Europatour gehen und folgende Städte bei uns besuchen.
31.01. Düsseldorf – Mitsubishi Electric Halle
03.02. Berlin – Velodrom
07.02. AT – Wien – Gasometer
14.02. CH – Zürich – Komplex 457
15.02. CH – Fribourg – Fri-Son
22.06. Hamburg – Stadtpark
Presse: [PIAS] Germany / Photocredit: Nadav Kander
]]>Während die im August veröffentlichte Single „Alix“ noch etwas von der früheren Melancholie der Band enthielt, bringt die zweite Single des neuen Albums, welches im Frühjahr 2020 erscheinen wird, einen radikal anderen Sound hervor. „Abortion Coffee“ ist nach wie vor ein Popsong, jedoch ein von verführerischen Schichten verschwommener Gitarren getränkter.
Der Track zeigt die wahre Geschichte eines jungen Paares, das unbeabsichtigt schwanger wird, und die damit verbundene Not – sowohl in einer Beziehung als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Der ‚Abortion Coffee‘ ist die Tasse Kaffee, die der Mann in der Geschichte trinkt, bevor er sich der Verantwortung entzieht, mit dem Dilemma umzugehen, in dem er sich befindet.
Alles in allem geht Barely Autumn unbeschwert und unkompliziert eines der wenigen verbleibenden Tabus der heutigen Gesellschaft an. „Abortion Coffee“ könnte auch auf einer B-Seite von Nirvana oder den Pixies gewesen sein. Aber es wurde tatsächlich in der Innenstadt von Brüssel geschrieben.
Presse: popup records / Foto: Francis Vanhee
]]>Wenn man so will, legte Ed Sheeran vor einigen Jahren den Grundstein für den vor Emotionen nur so überlaufenden weißen Cis-Mann im Radio. Quasi der Gegenentwurf zur vorherrschenden, hyper-maskulinen Hip Hop- und R’n’B-Welt, in der (meist) Ruhm, Geld, physische wie psychische Stärke und Sexualität die Eckpfeiler bilden. Zuletzt eroberten Künstler wie Lewis Capaldi die Charts und Herzen – und eben Dermot Kennedy.
Schon mit seiner Debüt-EP „Doves & Ravens“ legte Kennedy 2017 sein enormes Potential offen, schaffte einen richtigen Durchbruch damals aber nicht. Vor ungefähr einem Jahr dann veröffentlichte er nach einer weiteren EP seine Single „Power Over Me“ – und besiegelte so sein Schicksal. Aus dem einstiegen Geheimtipp wurde plötzlich jemand, der im Mainstream-Musikprogramm hoch und runter lief.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Völlig verständlich. „Power Over Me“ ist ein Ausnahmestück zwischen Pop und Folk, das getragen wird von theatralischen, lauten Gefühlen und trotz all der Emotionalität in seinem Refrain so tanzbar ist, dass man nicht genug davon bekommen kann.
Dermot Kennedys Stimme vergisst man nicht mehr, wenn sie einen einmal mitten ins Herz getroffen hat. Stark, rau und voller Dramatik. Schübe von Gänsehaut, die sich breit machen, sobald Kennedy von seinen ruhigen Passagen in ein theatralisches Schrei-Singen übergeht, ausbricht.
Beflügelt vom „Power Over Me„-Erfolg, erscheint nun das richtige Debüt „Without Fear„, das so perfekt zu der begonnen nass-kalten Jahreszeit passt. Dabei ist es nicht nur die Schwere der gitarrenlastigen Melodien und Kennedys Stimme, sondern auch die Bilder, die er mit seinen Songs malt. Song um Song nutzt er starke Bildmotive, um Szenerien und Stimmungen in unseren Köpfen entstehen zu lassen. Er singt von Wintern und Nächten, von Kälte und Dunkelheit, wieder und wieder.
Nur noch allgegenwärtiger ist der Raum einnehmende Schmerz, den die Songs versprühen. Ein gebrochenes Herz, getragen von dunklem Folk, sowie von Pop und Hip Hop inspirierten elektronischen Elementen und Beats. Dermot Kennedy leidet so schön und unweigerlich leidet man mit ihm.
„Without Fear“ ist das ideale Ventil für das eigene Herz, die perfekte Untermalung für dunkelgraue Regentage und der Soundtrack für’s Heizung anmachen. Mit Texten, die schmerzhaft akkurat sind und Musik, die den Herzschmerz erträglicher machen. Dermot Kennedy steigt mit seinem Debütalbum zum König der gebrochenen Herzen auf.
Autorin: Anna Fliege / Photocredit: Universal Music
]]>Bis auf einige Nebenprojekte war es still um Puth geworden, der nun innerhalb kürzester Zeit mit „I Warned Myself“, „Mother“ und „Cheating On You“ in diesem Jahr auf sich aufmerksam machte. Bereits das erste Lebenszeichen mit „I Warned Myself“ erntete international positive Kritiken. So lobte The Fader diesen als „sensationell“ und „ein klassischer Puth in jeder Hinsicht“ – Der Track konnte bereits über 25 Millionen Streams sowie 18 Millionen Video-Views verzeichnen.
Heute erscheint also „Cheating On You“ mit passendem Video. Der Song ist laut Puth kein Song über eine Person, sondern über ein Gefühl, dass er noch nie hatte.
„This song is not about a person, it’s about a feeling I’ve never had“
Presse: Warner Music Group Germany Holding GmbH
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