Ein Artikel von Lisa Schulz – Sonnenbrand und Kater sind stark vertreten, tun der Stimmung bei dem heutigen Line-Up jedoch keinerlei Abbruch. Trotz Höchsttemperaturen von 38 Grad wird heute noch mal mit Bands wie Ignite, Beartooth, Lamb of God und zu guter Letzt Limp Bizkit Vollgas gegeben.
Morgen geht es zurück Richtung Heimat und der letzte Tag muss in vollen Zügen ausgenutzt werden. Daher ist die Stimmung natürlich auch noch am Festivalsonntag ausgelassen. Es wird ein letztes Mal live zu den Lieblingsbands mitgetanzt und mitgesungen, in der prallen Sonne Erdbeerbowle getrunken und in das kalte Wasser vor der Seebühne gesprungen.
Heiß heiß heiß…38,5 Grad zeigt das Thermometer an. Absolute Rekordtemperaturen! Wer braucht schon Gummistiefel oder Regenjacke, an diesem Wochenende sind eher Bikini und Badehose angesagt. Das Full Force-Team kündigt schon am morgen über Social Media die Wahnsinns-Hitze an und bittet die Besucher, an Wasser und Sonnencreme zu denken. Speziell deswegen sind heute auch auf dem Festivalgelände PET-Flaschen mit unalkoholischen Getränken erlaubt. Auch hier wieder einmal ein Lob an den Veranstalter, der das Wochenende in Gräfenhainichen genau durch solche Aktionen für alle Teilnehmer zum entspannten Erlebnis macht.
Die Liste geht auch heute besonders gut runter…im Zelt auf der Hardbowl Stage sieht man heute Bands wie Power Trip, Turnstile und Our Last Night. Das absolute Highlight zum Schluss: Das „Last Supper“ mit Mambo Kurt, für alle die Ihn am Samstag auf dem Zeltplatz verpasst haben oder nicht genug von dem King of Heimorgel bekommen. Auf der Medusa Seebühne spielen heute Gutalax, Mantar, The Ocean und zu guter Letzt Amorphis.
Walking Dead On Broadway aus Leipzig, die erste Band des Tages auf der Mainstage, überzeugt schon am frühen Nachmittag gekonnt mit Ihrem Auftritt. Später leuchtet das orange Banner schon von Weitem über das Gelände. Heute treten Beartooth auf und liefern einen grandiosen Auftritt. Die Band aus Ohio gibt trotz unglaublicher Hitze Vollgas. Die Sonne geht langsam unter als Lamb of God ihren Auftritt haben. Das Publikum verabschiedet die Band mit lautem Gejubel und schreien auch noch Minuten nach dem Auftritt den Bandnamen. Definitiv ein Festivalhighlight.
Zum Thema Ohrwurm kann man heute eigentlich alle bekannten Hits von Limp Bizkit nennen. Hätte man mir mit sechzehn erzählt, dass ich die Band mal live erleben darf, ich hätte es wahrscheinlich nicht glauben können. Egal ob es um die absoluten Klassiker „Nookie“ und „Rolling“ oder „Behind Blue Eyes“ geht, die Songs hat wohl jeder schon mal bei der ein oder anderen Party lauthals mitgesungen. Auch wenn die Band um Fred Durst für längere Zeit verschwunden war, haben Sie nichts von Ihrer Bühnenpräsenz eingebüßt. Der letzte Auftritt des Full Force 2019 hätte nicht schöner und aufregender sein können. Ein unvergesslichen Abend, der einem in Erinnerung bleiben wird.
Bad Omens sind schon lange auf meiner „muss ich live sehen“ Liste. Das Zelt der Hardbowl Stage ist gefüllt und die Leute stehen sogar draußen in der Sonne um sich den Auftritt anzuschauen. Schon lange kein Geheimtipp mehr, wird die Band aus Los Angeles noch ganz groß rauskommen. Sänger Noah Sebastian überzeugt auf Platte wie auch live mit seiner Stimme.
Autor & Foto: Lisa Schulz
]]>Ein Artikel von Lisa Schulz – Die Nachbarn beginnen den Tag mit Rammstein und Dosenravioli – auch schön! Überall auf dem Campinglatz sitzen mehr oder weniger verschlafene Gesichter vor Ihren Zelten und gönnen sich das erste Dosenbier, bevor es gegen mittag auf zum Festivalgelände geht. Mein Fazit vom Full Force-Samstag:
Schon früh morgens ganz oben! Während man noch über den Campingplatz schlendert hört man aus der Ferne Musik. Das ist doch? Ne, kann nicht sein…oder doch?! Mambo Kurt liefert mit seiner Heimorgel ein Geheimkonzert auf dem Zeltplatz ab. Besser kann der Samstag nicht starten. Während The King of Heimorgel „seine“ besten Songs zum mitsingen zum Besten gibt, rasten die Umstehenden aus. Die Menge um Mambo Kurt wird immer größer und feiert zu Liedern wie „Krawall und Remmi Demmi„. Schöner kann der Samstag nicht beginnen.
Selbst im Schatten läuft der Schweiß den Körper runter. Muss ich mehr sagen? Ein Glück, dass das Full Force-Team mitgedacht hat und es neben dem See noch andere Stellen zum Abkühlen gibt. Unter der riesigen Discokugel oberhalb der MainStage tropft das Wasser auf die Leute hinunter und bewahrt einen vor dem Hitzeschock.
Harakiri For The Sky spielen heute als erste Band auf der Medusa Seehbühne. Die Band aus Österreich hatte ich zuvor nicht auf dem Schirm, aber während man gemütlich im kühlen Wasser schwimmt, überzeugen die Post-Black-Metal-Band mit starkem Sound und hammer Stimme.
Auf der Mad Max Mainstage treten heute Bury Tomorrow, At The Gates und Knorkator auf. Letztere sind natürlich schon bekannt für ihre abgefahrenen Liveshows und enttäuschen auch heute nicht. Das Publikum feiert die Show die zwischen humorvoll und verstörend hin und her schwankt jedenfalls ab.
Auf der Hardbowl Tentstage kann man sich am Festivalsamstag die Punkband Massendefekt reinziehen, gefolgt von der ukrainischen Band Jinjer. Heute kann als der Tag der starken Frontfrauen verbucht werden, denn bei ihrem Auftritt überzeugt Jinjer-Sängerin Tatiana Shmaylyuk mit kraftvollen, derben Shouts und unglaublicher Bühnenpräsenz. Wenn wir schon mal bei dem Thema starke Frontfrauen sind kommen wir auch schon zum…
ARCH ENEMY. Die schwedische Melodic-Death-Metal- Band zeigt mit Frontfrau Alissa, dass Frauen ihren Platz in der Welt des Metall mehr als verdienen haben. Krasse Bühnenshow, die von Feuersequenzen unterstrichen wird. Absolut Sehenswert. Neben Arch Enemy muss als zweites Highlight ein weiters Mal Jinjer genannt werden. Gut, dass die Band im August auf Sommertour in Deutschland ist und man Sie sich ein weiteres Mal anschauen kann.
Neben diversen Ohrwürmern die Mambo Kurt uns am morgen beschert hat, sorgen Arch Enemy als Headliner am Abend für mega Stimmung. „The Eagle Flies Alone“ bleibt hier besonders im Ohr hängen, denn Sängerin Alissa White-Gluz überzeugt mit Ihrer Stimme auch live.
Die Harcore-Band Malevolance aus England. Die Jungs eröffnen den Samstag als erste Band auf der Hardbowl Stage. Obwohl einige Leute die Nacht durchgemacht haben und noch sichtlich angeschlagen sind, haben sie es sich nicht nehmen lassen, um 14 Uhr zur Bühne zu marschieren, um die Band live zu sehen. Das Zelt wird von Minute zu Minute voller und ist kurz vor Beginn des Auftritts komplett gefüllt. Der Auftritt von Malevolance ist energiegeladen und das Publikum zieht mit.
Autor & Foto: Lisa Schulz
]]>Ein Artikel von Lisa Schulz – Dort angekommen wird man wohl von einem der schönsten Veranstaltungsorte Deutschlands begrüßt -Ferropolis, die Stadt aus Eisen. Das Gelände ist mit seinen riesigen Schaufelradbaggern, zwei Absetzern und umgeben von einem Badesee schon etwas Besonderes. Das Full Force 2019 startet mit strahlendem Sonnenschein und ausgelassenen, gut gelaunten Besuchern. Mein Fazit vom Full Force-Freitag:
Der erste Festivaltag beginnt mit viel Sonnenschein und bester Laune. Die Vorfreude auf Bands wie Sondaschule, Behemoth und Parkway Drive hebt die Stimmung sichtlich und zieht sich durch den ganzen Tag. Es wird bis in die Nacht zu grandioser Musik mitgegrölt, getanzt und gemosht.
Sondaschule ist eine der Bands, die man einmal live auf einem Festival erlebt haben muss. Den Auftritt der Ska-Punk Band aus Oberhausen verlässt man garantiert mit guter Laune, so wie an diesem Tag.
Auf der Mad Max Mainstage folgt heute eine gute Band der nächsten. Zwischen Any Given Day, überzeugen While She Sleeps mit unglaublich guten Sound um dann von Sick of it All und Behemoth abgelöst zu werden. Die aus Polen stammende Metal-Band Behemoth ist bekannt für ihre exzentrischen Auftritte und enttäuscht auch beim Full Force nicht. Kann man zusammenfassen mit: Feuer frei!
Bevor der Headliner Parkway Drive spielt, muss man sich zwischen The Amitiy Affliction im Zelt, auf der Hardbowl Stage, oder Cannibal Corpse auf der Medusa Seebühne entscheiden. Uns zieht es ans Wasser zu Cannibal Corpse, die als letzte Band des Tages auf der Bühne am Wasser gekonnt abliefern.
Bei so vielen guten Bands ist es schwer, sich zu entscheiden, doch mit der Wahnsinnsshow die Parkway Drive abgeliefert haben, geht dieser Punkt am Freitag an die Metalcore-Band aus Australien. Fakelträger, Feuer und Pyro – Parkway Drive wissen, wie Sie Ihr Publikum am besten unterhalten können. Die Mad Max Stage ist von allen Seiten mit Zuschauern umgeben, die riesigen Kräne ragen in der Dunkelheit beleuchtet über dem Geschehen und mit einem kühlen Getränke in der Hand, könnte der Abend nicht besser beendet werden.
Wenn’s ums Thema Stimmung machen geht, sind die Jungs von Sondaschule ganz vorne dabei. Und da der Spaß auf Festivals an erster Stelle steht, kann hier nur der Song „Dumm aber Glücklich“ genannt werden. Kann auch noch mit dem ein oder anderen Bierchen zu viel mitgesungen werden.
While She Sleeps. Früher noch rauf und runter gehört, ist die Band nach und nach aus meiner Playlist verschwunden. Ihr Auftritt auf dem Full Force sorgt für Nostalgie und überzeugt mich durch Ihre Bühnenpräsenz und gutem Sound.
Zweite (nicht musikalische) Überraschung des Tages: Junikäfer auf dem Campingplatz. ÜBERALL. Zu Hunderten. Die Dinger sind riesig und verdammt neugierig.
Autor & Foto: Lisa Schulz
]]>Jedes Jahr im Frühsommer ist das Full Force (ehemals With Full Force) die Anlaufstelle für Fans von Metal, Hardcore und Punk. Seit 2017 standen einige Veränderungen für das erfolgreiche Musikfestival an. Erst der Umzug auf das Ferropolis Gelände bei Gräfenhainichen, dann die Namensabwandlung – die mit und ohne Alkoholpegel leichter von der Zunge geht – und die Ankündigung, dass das Festival in Zukunft musikalisch breiter aufgestellt sein wird. Für Fans des seit 1994 stattfindenden Festivals wird es spannend.
Ein Artikel von Lisa Schulz – 2018 feierte das Full Force mit 25.000 Besuchern sein 25-jähriges Jubiläum mit Größen wie Hatebreed, Judas Priest, Parkway Drive und vielen mehr. Auch in diesem Jahr lässt sich das Line-Up sehen und verspricht ein spannendes Festival 2019. Wir nehmen das diesjährige Line-Up genauer unter die Lupe, um die Vorfreude auf den Festivalsommer mit Bier, gutem Wetter und phantastischer Musik zu steigern.
Der Freitag beim Full Force könnte nicht besser starten. Auf der Hardbowl Tentstage findet ihr am ersten Festivaltag Acts wie To The Rats & Wolfes, Sondaschule, Napalm Death und The Amity Affliction. Die Medusa Seestage ist allein wegen ihrer Lage am Wasser einen Besuch wert. Mit Bands wie Wolfheart, Amenra und Cannibal Corps und einem kühlen Bier in der Hand, lässt sich die Atmosphäre noch besser genießen. Auf der Mad Max MainStage könnt ihr euch auf Auftritte von Any Given Day, While She Sleeps, Sick Of It All und Behemoth freuen. Den Tagesabschluss machen am Freitag Parkway Drive, mit wahrscheinlich wie gewohnt spektakulärer Show.
Der Festivalsamstag fährt mit Größen wie Burry Tomorrow, Jinjer, Zeal& Ardor und Arch Enemy auf. Als wäre das nicht genug stellt sich am Abend Saturday Night Fever bei der Psychedelic-Rockband Kadavar mit ihrem original 70er-Jahre Equipment und dem Stoner-Rock der seit 1995 bestehenden Band Orange Goblin ein. Wer zwischen Bier und Bands Zeit findet, sollte das weitläufige Festivalgelände umgeben vom Tagebausee und riesigen Stahlbaggern erkunden.
Alles geht zu Ende, doch vorher gibt es noch einen ganzen Tag Festivalstimmung und Musik vom Feinsten. Der Sonntag wird noch ein mal mit Bands wie Ignite, Bad Omens, Beartooth und Lamb Of God zelebriert. Das große Finale bescheren uns Limp Bizkit auf der Mainstage. Wer danach immer noch nicht genug hat, kann sich Heimorgel-König Mambo Kurt anschauen.
Dass die australischen Metalcore Giganten Parkway Drive mit krasser Liveshow glänzen, durften wir dieses Jahr schon auf Ihrer Reverence-Tour miterleben. Bei dieser Band dürfen sich die Besucher des Full Force dieses Jahr Auf Fackeln, Feuer und Spannungsaufbau vom Feinsten freuen. Die Band hat sich ihren Erfolg hart verdient und nutzt diesen, um die Grenzen ihrer Live-Performance ins Unermessliche zu pushen. Eins ist sicher, Parkway Drive werden eines der Highlights des Full Force 2019 werden. Über Limp Bizkit kann man denken was man will, ihren Erfolg kann man ihnen definitiv nicht absprechen. Fred Durst ist wahrscheinlich jedem, der in den 2000ern groß wurde ein Begriff und kehrt nun, nach mehrjähriger Pause zurück um dem Full Force Publikum einzuheizen.
Lamb Of God ist eine der Metal-Bands die man ein mal in seinem Leben gesehen haben muss. Das US-amerikanische Magazin Loudwire führt Lamb of God auf seiner Liste der 50 wichtigsten Metalbands des 21. Jahrhunderts. Ein Grund mehr sich die amerikanische Band um Sänger Randy Blythe auf der großen Festivalbühne anzusehen und von ihrem Liveauftritt überzeugen zu lassen. Die aus Polen stammende Band Behemoth hat erst iim letzten Jahr ihr neues Album „I Loved You At Your Darkest“ veröffentlicht. Wer auf düsteren Black-/Death-Metal und dramatische Auftritte steht, ist hier genau richtig. Sänger Adam Michał „Nergal“ Darski bezeichnet seine Musik selber gerne als Kunst, die in ihm entsteht und die er erst ganz zum Schluss mit anderen teilt.
Neben dem großen Anteil an Testosteron darf natürlich nicht der starke Gegenpart in Form von weiblichen Frontfrauen fehlen. Am Full Force Samstag werden Arch Enemy die MainStage des Full Force abreißen. Die schwedische Melodic-Death-Metal- Band zeigt mit Frontfrau Alissa, dass Frauen ihren Platz in der Welt des Metall mehr als verdienen. Auch die ukrainische Band Jinjer überzeugt mit Frontfrau Tatiana Shmaylyuk und ihren kraftvollen und derben Shouts.
Malevolance sind jung, motiviert und gehen ordentlich ab. Die Engländer formierten sich 2010 und unterschrieben nur drei Jahre später einen weltweit gültigen Plattenvertrag. Mit Musik zwischen Metal und Hardcore geben die Jungs live Vollgas und haben es diesen Sommer auf die Bühne des Full Force geschafft. Man darf gespannt sein, wo es Malevolance in den nächsten Jahren noch hinzieht.
Auch die deutsche Band Kadavar gibt es seit 2010, kommen musikalisch allerdings aus einer anderen Ecke als Malovalence. Die drei Bandmitglieder Christoph „Lupus“ Lindemann, Simon „Dragon“ Bouteloup und Christoph „Tiger“ Bartelt machen vintagelastigen Stonerrock der einen zurück in die 70er katapultiert.
Autor: Lisa Schulz Foto: With Full Force | Dirk Behlau
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